04.03.2009

Mit Feng Shui konzentrierter und kreativer arbeiten (Teil 2)

von Helga M Vesper, Sulzbach / Taunus

Schauen Sie sich in Ihrem Büro um: Was sehen Sie von Ihrem Arbeitsplatz aus?

Das, was den ganzen Tag zu sehen ist, hat erheblichen Einfluss auf das Unterbewusstsein. Wer zum Beispiel den ganzen Tag auf eine sinkende Umsatzkurve schaut, nimmt an, dass der Umsatz auch weiterhin sinkt – die Abbildung wirkt nicht aufbauend. Nach Möglichkeit sollte an der gegenüberliegenden Wand ein Bild hängen, das etwas Positives auslöst wie zum Beispiel eine Zukunftsvision, ein neues zu entwickelndes Produkt oder auch die steigende Umsatzkurve.

Was den Rücken stärkt

Bei den Dingen, die den Rücken stärken, spielt nicht nur die Symbolik eine Rolle, sondern auch die Farbe. Eine Farbe, die dem persönlichen Element entspricht (s. Tabelle) gibt Kraft und Energie. Beispiele für kraftvolle und unterstützende Objekte können zum Beispiel ein Mensch oder Mentor sein, der uns immer wieder unterstützt, ein Bild in den hauptsächlichen Farben unseres Elements oder ein bereits erreichtes Ziel.

Sind Sie in Ihrem Element?

Die gesamte Lehre, das heißt die formale und die Kompass-Schule des Feng Shui und auch der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) basiert auf der Theorie der fünf Elemente. Sie leitet sich aus der langjährigen Beobachtung der natürlichen Vorgänge wie säen, wachsen, ernten, verwerten und ernähren ab. Dabei sind die Elemente nicht als reale Substanzen zu verstehen, sondern als Symbole und abstrakte Kräfte für bestimmte grundlegende Eigenschaften. Bei der Beobachtung der fünf Elemente werden zwei Arten zyklischer Zusammenhänge unterschieden. Die Elemente in der richtigen Reihenfolge angewandt, bilden einen aufbauenden oder auch nährenden Zyklus.



Der aufbauende Zyklus

Copyright: Agentur Et Lettera, Mönchengladbach

Das Holz nährt das Feuer, aus Feuer wird durch die Verbrennung Asche = Erde, die Erde gibt den Metallen Nahrung, damit sie sich bilden können. Durch die Mineralisierung erhält das Wasser seine Qualität und nährt dadurch wieder das Wachstum, nämlich das Holz.

Im Gegensatz zum nährenden Zyklus entwickelt sich, wenn ein Element nicht vorhanden ist, der zerstörende Zyklus.



Der zerstörende Zyklus

Copyright: Agentur Et Lettera, Mönchengladbach

Zuviel Holz entzieht der Erde die Nährstoffe und die Erde verunreinigt das Wasser. Das Wasser wiederum löscht das Feuer, Feuer lässt das Metall schmelzen. Metall bzw. das aus Metall hergestellte Werkzeug zerstört das Holz.

Mit dem Wissen um sein persönliches Element lässt sich nicht nur der optimale Arbeitsplatz gestalten, sondern auch in ganz erheblichen Maße des Verhältnis zu Vorgesetzten und Kollegen verbessern. Aus der Aufstellung der Jahreselemente nach dem chinesischen Kalender (hier als PDF) lässt sich erkennen, wer zu welchem Element gehört und in welcher Konstellation dieser Mensch zu einem anderen Element steht.

Ist ein Kollege zum Beispiel 1954 geboren, gehört er zum Element Holz. Der Kollege, der sich mit ihm das Büro teilt, ist 1960 geboren und somit dem Element Metall zuzuordnen. Aus dem Elemente-Kreislauf ist ersichtlich, dass sich das Metall und das Holz im zerstörenden Zyklus gegenüberstehen. Kleine Attacken und Meinungsverschiedenheiten sind hier vorprogrammiert. Mit dem Wissen um diese Konstellation ist es jedoch wesentlich einfacher, Verständnis für das Verhalten des jeweils anderen aufzubringen. Wer weiß, dass ihn jemand attackiert, der es nicht wirklich böse meint, kann leichter mit einem Lächeln darüber hinweg sehen. Eine erste und einfache Lösung in so einem Fall ist es, den „aufbauenden“ Zyklus herzustellen. Dies geschieht durch das Element Wasser. Bringen Sie etwas Blaues oder reales Wasser zwischen die Arbeitsplätze und – ein erster Schritt ist getan.

Teil 3: Warum die Kua-Zahl wichtig ist (folgt)

Teil 1: Mit Feng Shui konzentrierter und kreativer arbeiten (27.02.2009)