19.10.2009

Warum Feng Shui nicht ohne die Chinesische Astrologie auskommt (Teil II)

von Ulla Freitag, Haar bei München

Dem Grunde nach ist Feng Shui die Lehre von Bewegung und Wandlung der Energien. Energien, deren aller Wurzeln auf die fünf Wandlungsphasen - Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser - zurückzuführen sind. Feng Shui analysiert die Wirkkräfte der Raumenergien und bringt sie durch entsprechende Maßnahmen in den Einklang mit den darin lebenden Menschen. Der Mensch wird also in den Mittelpunkt einer Feng-Shui-Beratung gestellt. Doch aus welchem Energiemuster ist der Mensch selbst gestrickt?



Wie alles ist auch der Mensch ein wandelndes Energiefeld, das in all seinen Bestandteilen ebenfalls den 5 Wandlungsphasen zuzuordnen ist. Jedes Organ, jedes Körperteil, jede Charaktereigenschaft und jede Handlungs- sowie Denkweise entspricht einer bestimmten Phase oder dem Zusammenspiel einzelner Wandlungsphasen. So unterschiedlich wie wir Menschen sind, so unterschiedlich sind auch unsere Energiemuster - bzw. umgekehrt.

Die chinesische Astrologie definiert anhand der Geburtsdaten eines Menschen die Anordnung und Gewichtung der jeweiligen Energieformen und manifestiert das Ergebnis in der BaZi Suan Ming (Schicksalsberechnung nach den 8 Zeichen). Dadurch werden die Stärken, Schwächen, Fähigkeiten und Möglichkeiten einer Person aufgedeckt. Außerdem ermittelt die BaZi welche Elemente für die Person günstig oder ungünstig sind, und so können Feng-Shui-Maßnahmen auf deren ganz persönlichen Ansprüche sowie Bedürfnisse gezielt abgestimmt werden - ein wichtiger Ansatz für Feng-Shui-Experten. Die Erkenntnisse aus der BaZi erweitern generell den Rahmen der Möglichkeiten, und sie stehen grundsätzlich über den Resultaten einer Feng-Shui-Analyse.

Beispiel: Die Energiemuster eines Schlafraumes sind unbefriedigend. Die Person ist ein Westtyp (Ba Zhai) und das Zimmer liegt in einem für die Person ungünstigem Bereich, die Ausrichtung des Bettes in eine günstige Richtung ist nicht möglich und die Qualität des Bergsterns ist ebenfalls nicht optimal. Aber, der Raum liegt im Ostsektor des Gebäudes und das operative (förderliche) Element der Person, gemäß BaZi, ist Holz. Somit ist der Schlafraum für die Person zuträglich und wenn das Bett oder sein Kopfteil zusätzlich im östlichen Bereich platziert werden kann geradezu optimal. Allerdings sollte sich nicht gerade der Bergstern 5 oder 2 hier befinden und eine evtl. dominante Metallenergie ist natürlich auszugleichen.

Eine Ausrichtung nach dem operativen Element (inkl. Tierzeichen) einer Person ist immer ideal, die Richtlinien der Formenschule sollten jedoch stets berücksichtigt werden.

Für alle, die die BaZi Suan Ming intensiver kennenlernen möchten, erlaube ich mir den Hinweis auf meinen Seminarzyklus, der im Januar 2010 erneut beginnt. Näheres können Sie meiner Webseite entnehmen.


Kontakt / Website: Feng Shui + Astrologie, Ulla Freitag